Frequently Asked Questions (FAQ)

Fragen und Antworten rund um das Thema ITK

Was bedeutet "ITK" ?

Während die Telefonnetze für die Übertragung von Sprache zuständig waren, wurden parallel über Computernetze Daten ausgetauscht. Durch die Verschmelzung der TK-Netze in die IT-Netzwerke spricht man seit Jahren vom „Zusammenwachsen” von IT (Informationstechnologie, alles rund um
die EDV) und der TK (Telekommunikation, alles rund um die Telefonanlagen) zu einer Gesamtlösung. Die Branche hat das Kürzel "IT/TK" zu "ITK" abgekürzt.

Was kosten Cloud-Telefonanlagen ?

Mit dem Erwerb von Diensten über eine Cloud TK-Anlage sparen Sie sich die teure Telefonanlagen-Hardware. Ihre TK-Anlage kommt direkt aus dem Netz. Alles, was Sie brauchen, ist ein Breitband-Internetanschluss.
Und der spart Ihnen die Telefongesellschaft und den Telefonanschluss gleich mit. Grundsätzlich bezahlen Sie nach Anzahl der von Ihnen aktuell benötigten Nebenstellen, die sich jederzeit anpassen lassen. Hinzu kommen Gebühren für Spezialanwendungen z.B. Call-Auswertungstools, CRM/EHP-Einbindung oder Tapi Schnittstellen, falls Sie welche benötigen. Der ganz große Mehrwert, neben den günstigeren Einstieg, ist Ihre Flexibilität, da Ihre Cloud TK-Anlage mit Ihrem Unternehmen mitwachsen kann, im Vergleich zu stationären TK-Systemen.

Was sind die Vorteile einer Cloud-Telefonanlage ?

Eine Cloud-TK-Anlage bietet ihren Service direkt aus dem Internet. Sie können standortunabhängig, überall wo Sie einen Internetanschluss haben, auf die TK-Anlagen Dienste zugreifen.
Ob Büro, einer Filiale, dem Home-Office oder von unterwegs mit dem Smartphone, Laptop oder MacBook. Mit cloudbasierenden TK-Anlagen erreichen Sie eine wesentlich größere Flexibilität und Skalierbarkeit und sparen Sie sich die Telefonanlagen-Hardware, den Telefonanschluss und aufwendige Serviceverträge (Wartungsvereinbarungen).

Was sind die Vertragslaufzeiten bei Cloud-Anbietern ?

Grundsätzlich haben die meisten Anbieter virtueller Cloud TK-Anlagen keine Vertragslaufzeiten. Sie könnten alle 4 Wochen wieder kündigen, Ihre Rufnummer mitnehmen und den Anbieter wieder wechseln.
Ebenso können Sie Ihre Tarife anpassen, z.B. eine Flat hinzu buchen, oder jeden Monat Nebenstellen aktivieren oder wieder abbestellen. Berechnet werden Ihnen nur aktive Nebenstellen.

Wie schließe ich ein IP-Telefon an ?

Ein IP-Telefon unterscheidet sich äußerlich kaum von einem analogen Telefon. Es wird jedoch nicht mit einem normalen Telefonkabel (RJ11) angebunden, sondern mit einem Netzwerkkabel (RJ45).
Je nach dem, ob Ihr angebundener Switch auch PoE unterstützt, benötigen Sie noch ein Netzteil für den Strombezug. Anhand einer vorhandene Internetleitung verbindet sich das IP-Telefon direkt mit Ihrer Cloud TK-Anlage.

Wie administriere ich meine virtuelle Cloud-Telefonanlage ?

Über das Webinterface können Sie unabhängig von Ort und Zeit auf Ihre Portal-Einstellungen zugreifen und Dienste & Features aktivieren oder abbestellen. Das gilt für den Admin-Bereich der gesamten Telefonanlage, wie auch für den Anwenderbereich, der eigenen Nebenstelle.
Über den Anwenderbereich, kann der einzelne Nebenstellen-Nutzer u.a. seine Funktionstasten belegen oder sich in (zugriffsberechtigten) Anrufgruppen an und abmelden. Bei technischen Einstellungen helfen wir Ihnen gerne weiter bzw. können Sie auch spezielle Erstkonfigurationen z. B. für Call Center Abläufe gerne uns beauftragen. Wir erstellen Ihnen im Bedarfsfall ein individuelles Konzept.

Wie sicher sind Cloud-Telefonanlagen ?

Die Systeme unserer Cloud TK-Anlagen Anbieter stehen in TÜV-geprüften, ausfallsicheren und mehrfach georedundant abgesicherten Rechenzentren in Deutschland, womit sie deutscher Rechtssprechung unterliegen.
Anbieter solcher Systeme schützen sich und ihre Kunden vor unlauteren Zugriff mit diversen Angriffserkennungssystemen. Ferner können zusätzliche Gesprächsverschlüsselungen (SRTP) aktiviert werden.

Kann ich meinen PC an eine Cloud TK-Anlage anbinden – was ist CTI ?

Mit Computer Telephony Integration (CTI) verbinden Sie Ihr Telefon und Ihren PC und können Ihr Telefon einfach über den Computer bedienen. Der Vorteil dabei: Durch die einfache Integration mit Outlook und anderen Programmen erhalten Sie gleichzeitig alle Informationen aus Ihrer
Kundendatenbank auf Ihrem Bildschirm. Egal, ob Sie im Büro, im Home-Office oder mit dem Laptop unterwegs sind.

Kann ich mein Smartphone als Nebenstelle nutzen – was ist FMC ?

Mit Fixed Mobile Convergence (FMC) verbinden Sie Ihr Smatphone mit Ihrer Cloud-TK-Anlage. Ihr Handy wird zur vollwertigen Nebenstelle.
Damit können Sie einfach alle Funktionen Ihrer TK-Anlage nutzen und telefonieren mobil unter Ihrer Büronummer überall, wo Sie mit dem Internet verbunden sind.

Können analoge Endgeräte in eine virtuelle Cloud TK-Anlage eingebunden werden ?

Alle analogen Endgeräte wie DECT-Telefone oder Faxgeräte lassen sich einfach per Plug & Play mittels einem Analog-Telefon-Adapter (ATA) in Ihre Cloud-TK-Anlage einbinden.

Was ist der Unterschied zwischen TK-Anlagentechnogien als Dienst aus der Cloud und stationären, aber SIP- & VoIP-fähigen TK-Anlagen ?

Die Basistechnologie hinter Cloud-Dienste anbietenden Systemen nennt sich Hosted PBX, auch der Begriff IP-Centrex wird häufig genannt. Hinter beiden Bezeichnungen steckt dasselbe Konzept: Die Telefonanlage ist nicht lokal im Unternehmen installiert, sondern in einem externen Rechenzentrum
untergebracht. Der Zugriff erfolgt über das Internet.

Im Gegenmodell hierzu kann eine modere, hybride, mit SIP-Trunk ausgestattete stationäre TK-Anlage in eigener Umgebung betrieben werden. Der SIP-Trunk ist die moderne Variante der alten Primärmultiplex- und ISDN-Anlagenanschlüsse. Mit ihm binden Sie Ihre VoIP-fähige Telefonanlage über das Internet an das Telefonnetz an. Zusätzlich zu ISDN (bis zur Abschaltung) telefonieren Sie beim SIP-Trunk mittels Voice-over-IP günstig über Ihre Internetleitung. Hier spricht man auch von einer Hybrid-Lösung. Die einzigen Voraussetzungen dafür sind zum einen, eine VoIP-fähige Telefonanlage und zum anderen, ein Internetanschluss mit ausreichender Bandbreite. Die Übertragungsraten sind mit ca. 100 kBit/s im Up- und Downstream vergleichbar mit Cloud TK-Anlagenanbieter-Systemen.

Brauche ich für eine Cloud TK-Anlage einen eigenen DSL-Anschluss ?

Es kommt grundsätzlich immer es auf die Bandbreite im Verhältnis zur Anzahl der Nebenstellen an. Mit z.B. 1 M/Bit up/down Router-Bandbreiten-Reservierung können gleichzeitig zehn Gespräche geführt werden.
So kann, abgängig von der Anzahl der gleichzeitig geführten Gespräche, möglicherweise schon auch ein mittleres bis kleines DSL-Signal ausreichen.

Wie lange dauert es, bis die Rufnummer auf die Cloud TK-Anlage portiert ist ?

Die Portierungsfreigabe Ihrer Rufnummern ist abhängig von Ihren bisherigen Anbieter und richtet sich für gewöhnlich an die Dauer Ihrer Kündigungsfrist. Diese kann abhängig von Ihrem Anbieter zwischen 4 und 12 Wochen dauern, sofern Sie Ihre Mindestlaufzeit erfüllt haben.
Sie müssen jedoch trotzdem nicht warten, durch ein technisches Verfahren namens Clip-no-Screening, werden Ihre Rufnummern in Ihrer neuen Cloud TK-Anlage bis zur Portierung signalisiert. So können Sie vom ersten Tag an Ihre bekannte Rufnummer auch ohne Portierung nach Außen übermitteln. Für den Umkehrweg legen Sie über Ihre bestehende TK-Anlage Rufumleitungen (RUL) in Ihre Cloud TK-Anlage hinein. Alternativ können Sie in den meisten Fällen auch über Ihren Anbieter eine amtsseitige RUL in Ihre neue TK-Anlage legen lassen bzw. im Kundenportal Ihres bisherigen Anbieters eine amtsseitig RUL selber einstellen.

Was bedeutet Clip-no-Screening ?

Beim Clip-no-Screening handelt es sich um ein Leistungsmerkmal, dass nur für abgebende Anrufe aktiviert oder deaktiviert werden kann. Bei diesem Leistungsmerkmal kann der Anrufer zusätzlich einstellen, dass zu seiner netzseitigen Rufnummer noch eine selbstfestgelegte kundenspezifische
Rufnummer auf dem Display des Angerufenen angezeigt wird.

Daher hat dieses Leistungsmerkmal auch seinen Namen, denn No Screening bedeutet in diesem Fall, dass die vom Anrufer übermittelte Rufnummer vom Vermittler, dem Telefonnetz, nicht auf ihre Richtigkeit überprüft wird. Dieser Service ist in Deutschland durch den Paragraphen 66k TKG fest geregelt. Andere Länder haben ähnliche Verordnungen. Hier wird bestimmt, dass der Anrufer Clip-no-Screening nur für Rufnummern nutzen kann, die auch in seinem Besitz sind, sei es die tatsächliche Rufnummer oder die Rufnummer, die angezeigt wird. Damit das sichergestellt werden kann, muss der Dienstanbieter (Telefonprovider oder IP-Provider) garantieren, dass das Leistungsmerkmal nur durch ihn eingestellt werden kann. Durch dieses Gesetz soll eine gewisse Art der Nachvollziehbarkeit gewährleistet werden.

Clip-no-Screening ist in verschiedenen Bereichen möglich, wie Euro-ISDN oder VoIP. Bei analogen Telefonanschlüssen ist das Leistungsmerkmal nicht möglich.